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Deine Facetten – dein unerschöpf­liches Potenzial

Warum du deine vielfältigen Seiten und inneren Anteile entdecken solltest und wie du sie für dein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten entfalten kannst.

 

Du spürst in dir den Drang etwas in deinem Leben zu verändern? Aber so richtig weißt du noch nicht, wo deine Reise hingehen soll? Deine Mitmenschen scheinen alle genau zu wissen, was sie tun möchten, doch in deinem Kopf kämpfen viele Ideen und Interessen miteinander? Wie genau kannst du dann loslegen? Fang bei deinen schlummernden Facetten an! Denn du hast Glück: In der Lebens- und Arbeitswelt der Zukunft warten dabei viele spannende Möglichkeiten auf dich.

 

Vom funktionierenden Handlanger zum kreativen Mitgestalter

 

Die Arbeitswelt von heute befindet sich im Wandel. Von welcher Veränderung spreche ich? Dafür genügt ein kurzer Rückblick in die nahe Vergangenheit: Man machte seinen Schulabschluss, durchlief dann meist eine einzige Ausbildung und legte damit den Grundstein für eine Tätigkeit, welche sich dann bis zur Rente kaum veränderte. Natürlich konnte man auch aufsteigen oder den Arbeitgeber wechseln, was schon als waghalsiges Unternehmen galt. Aber die meisten Menschen blieben dabei in ihrem Arbeitsfeld und hätten nicht im Traum daran gedacht, noch weitere Interessen oder Ideen auszuprobieren. Es ergab einfach keinen Sinn, denn die Arbeitswelt im industriellen Zeitalter brauchte viele ausführende Hände in den Fabriken und nur einige wenige Vorgesetzte, die diese Abläufe koordinierten und planten, damit sie reibungslos verliefen. Für individuelle Ideen war da kein Platz.

Diese Vorstellung hat sich tief in unserer Kultur verankert und lebt bis heute fort, obwohl sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren dank der Digitalisierung und technischen Entwicklung stark verändert hat – und das ist erst der Anfang. Wir erleben den fundamentalen Wandel in eine Gesellschaft, in der Ideen, Kreativität und vielfältige Fähigkeiten die entscheidende Rolle spielen. Diese entwickeln wir am besten, indem wir uns in verschiedenen Feldern ausprobieren, durch viele Umwege das gesamte Terrain kennenlernen, und dabei unsere ganz eigenen Erfahrungen machen. Daraus wachsen neue Erkenntnisse, die wir für die Gestaltung unserer persönlichen und gesellschaftlichen Zukunft so dringend brauchen.

 

Vom eindimensionalen Spezialisten zum facettenreichen Lebenskünstler

 

Ich möchte dir gerne von meiner persönlichen Story erzählen. Als ich mein Abitur machte, war von dem gesellschaftlichen Wandel noch nicht viel zu spüren. Doch mein Drang möglichst vielen meiner Interessen nachzugehen und mich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren, war groß. Also stürzte ich mich hinein ins Feld der Möglichkeiten, studierte Sprachen und Film, machte Musik, schrieb Texte, organisierte Veranstaltungen und Workshops, arbeitete als Tonmann, Interviewer, in der Bildbearbeitung, im Einzelhandel, in einem Hostel oder als Assistent für Menschen mit Behinderungen. Dazu beschäftigte ich mich mit Politik, Psychologie, Ernährung oder Astronomie, reiste viel und kochte gern.

Dieser Ausschnitt zeigt ein Potpourri aus den unterschiedlichsten Feldern, die oberflächlich betrachtet nicht so recht zusammenpassen wollen. Und doch entspringen sie einem einzigen Menschen. Immer wieder hörte ich die alten Vorstellungen meiner Umwelt, von Familie, Kollegen und Bekannten, ob ich nicht mal bei einer Sache bleiben könnte, und was ich denn nun wirklich machen möchte. Damit regten sie auch die Zweifel in mir selbst an. Musste ich also die eine Sache finden, welche ich dann den Rest meines Lebens nicht mehr ändern durfte? Mir erschien das viel zu eindimensional und langweilig.

Mit den Jahren erkannte ich: Das hier ist mein Leben. Alle Dinge, die ich bisher ausprobiert und verfeinert hatte, wollten von selbst aus mir heraus. Deshalb habe ich sie mit Herzblut und Hingabe gestaltet, denn das ist der Schlüssel zum persönlichen Erfolg. Die verschiedenen Projekte, in denen ich meine eigenen Erfahrungen gemacht, neue Fähigkeiten erlernt und meine Potenziale entfaltet habe, fügten sich wie die einzelnen Teile eines Puzzles zu einem großen Bild zusammen – mein individuelles, facettenreiches Leben. Und das kann ich in jedes neue Projekt einbringen, wie kein anderer. Je umfangreicher und vielschichtiger mein persönlicher Background ist, desto mehr kreative und unkonventionelle Ansätze kann ich beisteuern.

 

Vom einsamen Einzelkämpfer zum ganzheitlichen Wegbegleiter

 

Jetzt stell dir vor, was entstehen kann, wenn mehrere Menschen mit all ihren entwickelten Facetten zusammenkommen und ein Team bilden. Ganz gleich, ob als Selbständige oder Angestellte, ob in kreativen, geistigen oder technischen Bereichen: Wenn sie sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit, und nicht nur einem kleinen Anteil davon einbringen können – all ihre individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten und Talente einfließen lassen, um gemeinsam etwas Neues zu erschaffen. Daraus kann etwas Großartiges und Einzigartiges entstehen, das nicht nur für das Team einen tiefen Sinn stiftet, sondern auch gesellschaftlich wirkt.

Ist solch ein ganzheitliches Arbeiten dann noch eine klassische Lohnarbeit? Wenn du deine eigenen Träume und Interessen ausleben kannst? Wenn du deine vielfältigen Facetten einbringen und dich ausprobieren kannst? Wenn du dich so zeigen kannst, wie du bist, dann brauchst du auch keine einengende »professionelle Maske« mehr, wie Frederic Laloux es in seinem Buch »Reinventing Organizations« * nennt. So können sich deine persönlichen Talente und Wünsche mit deinen beruflichen Zielen verbinden und eine authentische Einheit bilden – zu deinem ganzheitlichen Leben.

 

Entfalte deinen persönlichen Facetten in 7 Schritten: Mit dem WorkPlay-Facettenkreis

 

Um herauszufinden, wie sehr du deine eigenen Facetten im Alltag auslebst oder wo ein Teil von dir bisher zu kurz kommt, kannst du deine wichtigsten Aspekte in einem Facettenkreis visualisieren. Wir haben hier die Schritte für dich zusammengefasst. Diese sind inspiriert aus dem Buch von Julia Cameron „Der Weg des Künstlers“.

1. Schreibe alle Facetten bzw. Aktivitäten auf, die dir Freude bereiten, dir Spaß machen, die du immer schon mal machen wolltest… Lass deiner Kreativität und deinen Ideen freien Lauf und begrenze dich nicht. Hier findest du einige Beispiele: Salsa tanzen, Artikel schreiben, kochen, reisen oder allgemeinere Aspekte wie Körperlichkeit, Kreativität, Entspannung… schreib alles auf, was für dich wichtig ist, egal wie klein oder groß diese Facette zunächst wirken mag. Es spielt keine Rolle, inwiefern du diese Anteile schon auslebst. Wie viele hast du aufgeschrieben? Suche dir für den Anfang ca. 5-6 Dinge heraus, die dich am meisten ansprechen.

2. Male nun einen großen Kreis auf ein DINA4 oder DINA3 Papier.

3. Unterteile den Kreis in die Anzahl Kuchenstücke deiner Facetten bzw. Aktivitäten aus Schritt 1 und gebe ihnen Titel (für den Anfang max. 5-6).

4. Jetzt schaust du zu jedem Stück, wie sehr du diesen Teil bisher auslebst. Nimmt er viel Platz in deinem Alltag ein? Gehst du ihm regelmäßig nach, nur selten oder noch gar nicht? Setze nun einen Punkt in das Kuchenstück: nah zum Mittelpunkt, wenn du diese Facette bisher kaum bis gar nicht ausgelebt hast und näher zum äußeren Kreis, je stärker und öfter sie in deinem Leben Platz findet.

5. Nun verbindest du alle Punkte miteinander. Meistens entsteht dadurch eine Form mit vielen Kanten und Ecken. Nun siehst du, welche Anteile in dir stärker genährt werden wollen.

6. Welche Facette möchtest du als Erstes angehen? Du kannst dir dann überlegen, mit welchen kleinen Handlungen du sie zum Erblühen bringen kannst. Wie lautet dein erster Schritt?

7. Sobald du eine Facette mehr auslebst, kannst du den Punkt, den du in Schritt 3 gezeichnet hast, mehr zum äußeren Rand verschieben. Je runder der Facettenkreis, desto näher kommst du der Verwirklichung all deiner Facetten.

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Melde dich bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema gern bei uns.

Alexandra & Martin

(Die persönlichen Erfahrungen in diesem Artikel kommen von Martin.)

 

Wenn du deine Facetten spielerisch entdecken möchtest, schau dir gern unseren WORKSHOP an.

Du willst mehr erfahren über New Work oder die Übungen von Julia Cameron?

Hier geht’s zum Buch von Frederic Laloux »Reinventing Organizations« *

Hier geht’s zum Buch von Julia Cameron »Der Weg des Künstlers« *

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