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Teambuilding durch echtes New Work

Teambuilding durch echtes New Work

Teambuilding durch echtes New Work

7 Gründe warum dein Team durch freies Spiel zusammen wachsen kann

Glaubenssätze wie »Spielen ist Zeitverschwendung«, »Spielen ergibt keinen Sinn« oder »Spielen ist nur für Kinder« sind weit verbreitet in unserer Gesellschaft. Ob im Arbeitsalltag und sogar im Privatleben: seit langem sind wir auf Leistung und Effektivität getrimmt. Warum das freie Spiel im Zeitalter von New Work wieder an Fahrt gewinnt und wie du das auch für dein Team nutzen kannst, erfährst du hier. Spielfreude garantiert!

 

Co-Kreativität im Team schaffen statt Einzelkämpfertum zelebrieren

 

Was bedeutet es eigentlich: Team? Toll Ein Anderer Macht‘s? Das Gegenteil davon ist für alle Beteiligten erstrebenswert. Ein Team hat sich in der Regel niemand komplett ausgesucht, auch die Chefin oder der Unternehmer nicht. Denn in einem Team finden sich Menschen zusammen, die hauptsächlich aufgrund ihrer Hard Skills eingestellt worden sind, welche auf die offene Stelle am besten passen. In der Regel schaut man mittlerweile auch noch danach, ob der Mensch ins Team passt, also über gewisse Soft Skills verfügt. Aber wer kann das nach nur einem Gespräch oder einem Hospitationstag schon herausfinden? Die meisten Bewerbungsprozesse bestehen eher aus kurzen Blitzlichtern für beide Seiten als aus einem organischen Prozess – und so entstehen oft ziemlich wahllos zusammen gewürfelte »Teams«, die nun funktionieren und etwas entwickeln sollen. Da sind die Probleme bereits vorprogrammiert.

Eine Gruppe von Menschen, die zusammenarbeiten, weil sie im selben Unternehmen beschäftigt sind, bildet also noch lange kein echtes Team. Das entsteht erst durch einen gemeinsamen Lernprozess, eine gemeinsame Entwicklung. Und hier kommt echtes New Work ins Spiel. War es in vielen Unternehmen bislang üblich, dass die Mitarbeiter durch gegenseitige Konkurrenz als Einzelkämpfer ihren Weg in die Chefetagen bahnen sollten, setzen moderne Firmen immer mehr auf wechselseitige Co-Kreativität, wo jeder Mitarbeiter seine individuellen Erfahrungen und Ideen einbringen kann. Dadurch entsteht neben innovativen Ansätzen ein Klima des wertschätzenden Zusammenhalts untereinander.

Übrigens braucht es in dieser Form des Neuen Arbeitens auch nicht mehr »den Chef«, denn diese Rolle können und sollen alle Mitarbeiter mal einnehmen – im sogenannten »Beratungsprozess«. Hier wird bei wichtigen Entscheidungen ein Mitarbeiter beauftragt den bestmöglichen Lösungsweg zu finden. Dafür braucht er nur zwei Regeln zu befolgen: erstens, sich von den Mitarbeitern beraten lassen, die technisch oder inhaltlich viel von dem Thema verstehen, und zweitens die Wünsche und Bedenken von denen einholen, die im Arbeitsalltag direkt von dieser Entscheidung betroffen sein werden. Dieser Prozess ermöglicht neben guten Lösungen etwas ganz Entscheidendes: jeder Mitarbeiter kann verschiedene Rollen und Perspektiven einnehmen, wodurch tiefes Verständnis und Wertschätzung entsteht. Daraus kann ein echtes Team erwachsen und sich organisch entwickeln.

Zahlreiche Studien zeigen die vielfältigen Vorteile eines echten Teams: Menschen, die sich einem Team zugehörig fühlen, ergänzen sich gegenseitig durch ihre heterogenen Fähigkeiten, sie sind flexibler, besser koordiniert, haben eine stärkere und vor allem intrinsische Arbeitsmotivation, eine höhere Identifikation mit der Organisation und genießen den Vorteil einer größeren individuellen Persönlichkeitsentwicklung im Gegensatz zu Gruppen, die sich nicht als Team verstehen. (Dick & West, 2005, Francis & Young, 1996, Franke, 1998, Katzenbach & Smith, 1993, Schneider & Knebel, 1995, Scholl, 2005).

Spielen ist nur was für Kinder? Vom Teamwork zum Teamplay

Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.  – Platon

Wenn es eine Möglichkeit gibt, bei der Menschen ihre vielfältigen Facetten entdecken und dabei frei lernen und wachsen können, dann ist das beim echten Spiel. Hier können sie in einem geschützten Rahmen einmal ihren Alltag und ihre typischen Rollen darin ablegen und sich auf etwas einlassen, wo der Prozess und das Ergebnis noch nicht feststehen. Genau das macht es so spannend und lebendig. Warum dieses zweckfreie Spielen auch für dein Team wichtig ist? Folgende 7 Gründe verraten dir mehr über die Vorteile von echtem Teamplay:

1. Kreativität wird angeregt und entfaltet

Der Spieltrieb steckt von Geburt an in jedem von uns. Wir möchten unreglementierte Erfahrungen machen, die es uns ermöglichen die Welt und uns selbst darin zu entdecken, zu erforschen und mit allen Sinnen zu verstehen. Dadurch können wir uns mit allen Dingen und Lebewesen verbunden fühlen und gleichzeitig wachsen und ganz wir selbst werden.

Als Erwachsene haben wir leider oft das Spielen verlernt. Wir haben gelernt pragmatisch zu denken und versuchen unsere Probleme rational zu lösen. Daran ist erstmal nichts falsch, denn vernünftige Einsichten und Erkenntnisse sind der erste Schritt für Veränderungen. Aber wir berauben uns dabei den unerschöpflichen Möglichkeiten, die uns kreative und spielerische Prozesse bescheren können. Wenn wir spielen, regen wir die rechte, imaginative Gehirnhälfte an, die unser vorsprachliches, bildliches und traumhaftes Denken befeuert. Dadurch gelangen wir zu unseren vorbewussten und unbewussten Ressourcen und entdecken »wie aus dem Nichts« neue Seiten, Einsichten und Perspektiven. Durch Spielen wird also nicht nur die eigene Kreativität wieder angeregt, sondern:

 

2. Innovative Lösungen werden möglich

Wenn wir regelmäßig spielen und kreativ tätig sind, verknüpft unser Gehirn immer häufiger diese neuronalen Bahnen, wodurch sie vielfältiger und immer stärker werden. Ein kleiner kreativer Pfad wird so zur Autobahn für unglaubliche Ideen. Außerdem entstehen neue Verknüpfungen, die bisher separat Wahrgenommenes zu neuen Perspektiven zusammenführen. Wir erleben das dann als »Aha-Momente«.

Als natürliches Nebenprodukt von freiem Spiel können wir also innovative Lösungen entwickeln, weil wir diesen kreativen Muskel genährt und gestärkt haben. Und nun stell dir vor, es schließen sich mehrere dieser Spielmeister als Team zusammen – da entsteht eine wahre Kreativschmiede!

 

3. Teamgeist und Kooperation werden gestärkt

Spielen führt die einzelnen Teilnehmer zu einem echten Zusammenhalt und baut die Kooperation untereinander aus. Leider läuft eine Teambuildingmaßnahme oft so ab, dass Aufgaben und Ziele ohne die wertvolle Mitwirkung aller Mitarbeiter entwickelt werden. Die Prozesse und der Sinn dahinter bleiben für viele undurchsichtig. Die Folgen sind fehlende Motivation und das Gefühl sowieso nichts bewirken zu können.

Im Spiel können sich alle frei einbringen und ihre Impulse entdecken, ganz gleich ob CEO, Praktikant oder Marketing Managerin… hier sitzen alle im selben Boot. Die Strukturen werden im Spiel wortlos aufgebrochen, Rollen dürfen neu gewürfelt und alle kreativen Kräfte ausgelebt werden. Wenn alle mitwirken, können auch alle an einem Strang ziehen und erleben so automatisch ein echtes Teamgefühl.

Das Wir-Gefühl wird außerdem gestärkt, wenn Menschen über ihre Grenzen gegangen sind, wenn sie eine gemeinsame Aufgabe gelöst oder eine Idee zusammen entwickelt haben. Die einzelnen Team-Mitglieder machen gemeinsam die Erfahrung, dass sie im Zusammenspiel ein Ziel viel leichter erreichen können.

 

4. Gruppendynamiken zeigen sich

Des Weiteren zeigt uns das Spiel spannende Gruppendynamiken auf, welche im routinierten Arbeitsalltag oft nur unterschwellig oder für alle Beteiligten unbewusst wirken. Die Mitarbeiter spüren dann, dass etwas nicht richtig läuft, können es aber nicht klar benennen oder bleiben an den Symptomen verhaftet und können die tieferen Ursachen nicht ergründen. Solche Dynamiken können nach einiger Zeit zu viel Frust führen und ganze Arbeitsprozesse lahmlegen.

Im Spiel kann das Team seine verschiedenen Rollenbilder und Facetten erproben und frei vom Druck des Arbeitsalltags entdecken, welche Dynamiken motivierend wirken und welche den Flow des Teams ausbremsen. Dabei gibt es spannende Aspekte: Wie funktioniert das Team im Innern? Wie kommunizieren die Mitarbeiter untereinander? Wie plant das Team die nächsten Schritte? Was sind die Stärken und Schwächen im Team? Wie reagiert die Gruppe auf Veränderungen oder unvorhergesehene Entwicklungen?

Das freie Spiel macht es möglich, diese Dynamiken fehlerfreundlich, humorvoll und ergebnisoffen zu erforschen und sie dadurch nach den echten Wünschen und Bedürfnissen des Teams zu gestalten.

 

5. Menschen können sich zeigen

Was für die Gruppendynamik gilt, ist umso wichtiger für den einzelnen Menschen: Im freien Spiel zeigt sich etwas. Hier hat jeder die Möglichkeit sich selbst neu zu entdecken und schlummernde Facetten auszuleben, die im Alltag (bisher) keinen Platz haben. Dadurch lernen die einzelnen Teammitglieder sich nochmal ganz anders kennen. Sätze wie »Ich wusste nicht, dass du so gut … kannst« oder »Ich hätte nie vermutet, dass es bei dir auch … gibt« hören wir in unseren Team-Workshops häufig.

Diese spielerische Form der Begegnung bringt neben enorm viel Spaß auch ein ganz neues Verständnis untereinander hervor. Dazu beleben die gemeinsamen Spielerfahrungen die Teamkommunikation und stärken den Teamgeist. Und diese kreative Energie nehmen die Teams mit in ihren Alltag und können das Spielen mit Methode dort vertiefen.

 

6. Spiel wirkt sich auf gesamten Arbeitsprozess aus

Die Situationen, die ein Team während eines Teambuildings erlebt hat, wirken sich immer auch automatisch auf den Arbeitsalltag aus. Menschen sind soziale Wesen. Deshalb ist es ein Grundbedürfnis des Menschen »dazuzugehören« und anerkannt zu werden, so wie er ist. Wenn dieses Gefühl präsent ist, wird im Gehirn das Belohnungssystem aktiv. Die Hormone Dopamin und Oxytocin werden ausgeschüttet. Dies führt wiederum zu mentaler Energie und einer Reduktion von Distress, dem negativem Stresserleben.

Es ist im Workshop immer wieder erstaunlich zu erleben, welche Energien in den Teilnehmern freigesetzt werden, wenn eigentlich alle müde sind, wir dann aber ein Spiel spielen, in dem die Gruppenmitglieder »rumspinnen« dürfen – also jeder innere Impuls erlaubt und willkommen ist. Plötzlich sind alle wieder voll da, sind ganz im Moment und es sprudelt nur so vor Ideen. Allein ein kleines Auflockerungsspiel kann hier Wunder wirken.

Wenn diese spielerischen Methoden auch Platz im Arbeitsalltag finden, kann diese Energie sich auf den gesamten Arbeitsprozess im Team auswirken und erstaunliche Möglichkeiten für die Potenzialentfaltung aller Mitarbeiter entwickeln.

 

7. Spielen macht Spaß

Als Kinder spürten wir: Spielen macht einfach Spaß! Dabei war es uns egal, dass spielen außerdem unsere geniale Fähigkeit war, um zu lernen, zu erforschen und zu verstehen. Als Erwachsene können wir dieses schlummernde Potenzial wiederentdecken. Es gibt unzählige tolle Spiele, die uns Erwachsenen den Weg dorthin zeigen können.

Hinter jedem Spiel steckt eine wunderbare Kraft, die wir während des Spielens empfinden und die in uns auf wundervolle Weise Sinn stiftet. Eine Erfahrung dabei ist die unglaubliche Begeisterung, mit der wir unser Spiel vorantreiben. Im Gegensatz zu vermeintlichen Tugenden wie eiserner Disziplin oder starkem Willen ist Begeisterung ein lebendiger Motor, der es Menschen und Teams ermöglicht auf lange Sicht dranzubleiben und ihre Ziele zu erreichen.

 

Ein kritischer Gedanke

 

Natürlich ist das freie Spielen nicht der einzige Faktor in einem Unternehmen, um echten Teamgeist und eine nachhaltige Potenzialentfaltung zu erzeugen. Neben einer erfolgreichen Teambuildingmaßnahme ist es wichtig den Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Dazu gehört besonders eine gesunde »Fehlerkultur«, die den Mitarbeitern ermöglicht, ihre Ideen und Lösungsansätze auszuprobieren und auch mal zu scheitern.

Frage dich einmal, wie es in deinem Unternehmen aussieht. Können alle Mitarbeiter ihre Ideen einbringen? Vielleicht auch die extravaganteren oder abwegigeren? Wie werden Schwierigkeiten und Rückschläge bei euch gehandhabt? Haben die Mitarbeiter Angst Fehler zu machen? Wie wirkt sich das auf die allgemeine Stimmung bei euch aus? Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass Transparenz und eine wertschätzende Kommunikation neben einer guten kreativen Stimmung den entscheidenden Unterschied machen.

Wenn du diese Faktoren beachtest, hast du den Schlüssel zu einer guten Teamatmosphäre in der Hand. Und das Gute dabei ist: diese Methoden sind einfach anzuwenden, weil spielen eine angeborene Fähigkeit ist und am besten zusammen mit Mitspielern im Team entfaltet werden kann. Ob du also Mitarbeiter, Führungskraft oder CEO bist, du kannst in allen Positionen den spielerischen Prozess anregen. Vielleicht fängst du heute schon mal damit an?

Wenn du dein Team spielerisch wachsen lassen möchtest, schau dir gern unser WorkPlay-Teambuilding an: ENTWICKELT EUER TEAM

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Melde dich bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema gern bei uns.

Alexandra & Martin

 

Besuche gern unsere Workshops oder Retreats, um echtes Teambuilding zu kreieren und dein kreatives Potenzial voll zu entfalten. Die nächsten Termine findest du HIER

Kreativität: Die menschliche Superpower

Kreativität: Die menschliche Superpower

Kreativität: Die menschliche Superpower

Wie du mit 7 Life-Hacks dein Leben und Arbeiten kreativ gestaltest

 

Kreativität – Was ist das eigentlich? Und warum sollte ich überhaupt kreativ sein? Was bringt mir das? Und wie kann ich im Alltag selbst kreativer sein? Das und vor allem konkrete Schritte dafür erfährst du in diesem Artikel. Lass uns gemeinsam den kreativen Weg beschreiten.

 

Jede Erfahrung, die wir als Menschen machen, ist Material für unsere Kreativität

 

Wenn du an Kreativität denkst, was fällt dir als Erstes dazu ein? Die meisten Menschen denken dabei an Kunst. Tanz, Musik, Bilder… Außerdem hält sich das Gerücht hartnäckig, nur einige wenige Menschen könnten so richtig kreativ sein – der Masse aber bleibe die kreative Genialität auf schicksalhafte Weise vorenthalten. Aufgrund dieses Irrglaubens kommen viele gar nicht auf die Idee ihren Alltag kreativer und damit reicher, bunter und selbstbestimmter zu gestalten. Denn natürlich kann jeder Mensch kreativ sein. Kreativität ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Und dazu macht dieser Trainingsprozess wahnsinnig viel Spaß!

Der Forscher J.P. Guilford identifizierte sechs Merkmale, die Menschen entwickeln, wenn sie sich in einem kreativen Prozess befinden:

1. Problemsensitivität:

Das heißt, sie können erkennen, wo ein Problem besteht und alle Aspekte eines Problems differenziert und tiefgründig wahrnehmen.

2. Flüssigkeit:

Sie können innerhalb kurzer Zeit viele neue und unterschiedliche Ideen hervorbringen. Es sprudelt ohne den inneren Zensor nur so aus ihnen heraus.

3. Flexibilität:

Sie verlassen die gewohnten alten Pfade in ihrer Komfortzone und entwickeln dadurch neue Sichtweisen und Möglichkeiten.

4. Re-Definition:

Sie benutzen bekannte Objekte neu, setzen sie in einen anderen Kontext oder ein neues Verhältnis zu anderen Dingen. Sie improvisieren ganz ergebnisoffen.

5. Elaboration:

Sie passen ihre Ideen, die zunächst im Kopf entstehen, an die Realität an und fügen dabei weitere Details hinzu. So ist ein organisches Wachsen der Ideen möglich.

6. Originalität:

Sie schaffen ungewöhnliche und neuartige Ideen. Echte innovative Ideen entwickeln nicht einfach bereits Bestehendes weiter, sondern schaffen und erfinden völlig neue Ansätze und Grundlagen.

 

Kreative Prozesse können permanent im menschlichen Gehirn stattfinden. Wir erleben tagtäglich hunderttausende Dinge und sind dabei unzähligen Stimuli ausgesetzt. Davon nehmen wir ca. 5% bewusst wahr, während etwa 95% davon im Unbewussten bleiben.

Diese Wahrnehmungsfilter sorgen im Alltag dafür, dass wir Wichtiges von Unwichtigem trennen und dadurch »funktionieren« können. Für den Zugang zu unserer Kreativität ist es jedoch sinnvoll, wenn wir trainieren unsere Wahrnehmung auch auf sonst weniger bewusste Vorgänge zu lenken.

Denn mit jeder neuen Erfahrung, die wir machen, verknüpft unser Gehirn neue neuronale Verbindungen. Je mehr wir davon bewusst erleben, desto mehr Verbindungen entstehen und umso komplexer und stärker werden die Zusammenhänge. Wir Menschen haben also unzählige Möglichkeiten, die vielen Stimuli und Reize miteinander zu verbinden. Damit sind unsere Ressourcen quasi unerschöpflich, um neue Ideen zu generieren und somit wieder neuronale Verbindungen zu schaffen: Kreativität entsteht und wächst.

 

Es liegt in der Natur des Menschen kreativ zu sein

 

Es ist spannend, dass wir Menschen dank unseres präfrontalen Kortex (die vordere Hirnregion an der Stirn) in der Lage sind, uns eine Welt zu imaginieren und zu kreieren, die erstmal nicht real ist, sich für uns dabei aber sehr real anfühlt. Das macht uns so besonders.

Im Laufe der Evolution haben sich beim Menschen komplexe Hirnregionen gebildet, die es uns ermöglichen zwischen dem äußeren Reiz und unserer Reaktion ein grenzenloses Spektrum an Möglichkeiten zu imaginieren. Das unterscheidet uns vom Tier. Wenn wir einen Stimulus wahrnehmen, zum Beispiel eine Limette, dann muss nicht zwangsläufig die instinktive Reaktion sie zu essen folgen. Dank unseres Gehirns können wir diese in die absurdesten Kunstprojekte umwandeln, wenn wir all die Assoziationen nur zulassen. Wir »spielen« damit. Die unzähligen Stimuli, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, sind alle Futter für Kreativität. Je mehr wir erleben, desto mehr Möglichkeiten hat unser Gehirn neue Verbindungen zu generieren. Kreativität kann entstehen.

 

Der eigentliche Schatz, den wir fördern müssten, ist die Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten, das Tüftlertum, die Leidenschaft, sich mit etwas Bestimmtem zu beschäftigen. All das wird bei den Pisa-Tests gar nicht gemessen. – Gerald Hüther

Aber warum fällt uns Kreativität so schwer, wenn es doch so natürlich ist, kreativ zu sein? Studien belegen, dass die Kreativität im Laufe des Lebens drastisch abnimmt. Das passiert schon relativ früh, doch spätestens ab der 4. oder 5. Klasse beginnt der deutliche Abfall der Kreativität. Vor allem die schulischen Lehrpläne scheinen hier eine große Rolle zu spielen. Aufgrund der Konzentration auf Faktenwissen und sturem Lernen für Tests werden die Antworten oft auf »richtig« oder »falsch« eingeschränkt.

Kreative Lösungen oder spontane Ideen werden in der unserem Bildungssystem tendenziell bestraft. Dieses Lernen, welches auf reinem Wissen statt auf Erfahren oder Ausprobieren basiert, fördert konvergentes Denken, bei dem Lösungen mit dem Altbekannten übereinstimmen sollen. Divergentes Denken wird dabei verlernt, obwohl es für kreative Prozesse entscheidend ist, weil es neue Pfade und ungewöhnliche Verknüpfungen erschaffen möchte.

Wenn Kreativität verlernt werden kann, dann kann sie also auch wieder erlernt werden. Um den kreativen Muskel wieder in Schwung zu bringen, gibt es ganz wunderbare Werkzeuge, die du im Alltag leicht anwenden kannst.

 

7 Tipps und Tricks für deine kreative Potenzialentfaltung

 

1. Schaffe dir eine kreative Umgebung

Es ist wohl der entscheidende Schritt, aus dem alles weitere folgt: Schaffe dir eine gute Umgebung, um kreativ zu sein. Das kann natürlich individuell verschieden sein. Wichtig ist, dass du dich dabei rundum wohl fühlst und entspannt bist. Auch sämtliche Ablenkungen darfst du gern abstellen, damit du dich auf deinen kreativen Prozess fokussieren kannst. Nimm dir genug Zeit und Raum für deine wildesten Träume.

Vielleicht hast du ein kleines Zimmer oder eine Ecke nur für dich? Dort kannst du deine Lieblingsdinge arrangieren, schönes Licht installieren und es dir ganz bequem machen. Denke dabei auch gern an dein Kinderzimmer zurück. Wir haben oft dieses intellektuelle Bild im Kopf, wo unser kreatives Schaffen an einem asketisch leeren und aufgeräumten Platz stattfindet. Doch oft ist das genaue Gegenteil viel einladender für unsere kreativen Impulse.

Vielleicht magst du es lieber, dich dafür aus geschlossenen Räumen in die freie Wildbahn zu begeben? Vielleicht hilft dir auch eine bestimmte Musik? Rege so viele Sinne wie möglich an und nimm sie ganz bewusst wahr.

Außerdem gehören zu einer guten Umgebung auch andere Menschen, die dich in deinen Träumen und Zielen unterstützen und ermutigen. Gleichgesinnte und kreative Wegbegleiter können dich enorm inspirieren und weiterbringen. Wenn ihr euch gegenseitig austauscht und eure Ideen frei sprudeln lasst, dann können daraus sehr spannende gemeinsame Projekte entstehen, die du dir allein vielleicht gar nicht zugetraut hättest.

 

2. Schreibe deine persönlichen Morgenseiten

Es gibt einen Weg von deiner pragmatischen Gehirnhälfte, wo dein innerer Zensor und Perfektionist waltet, auf die »andere Seite« zu kommen, wo deine imaginative und träumerische Gehirnhälfte den Ton angibt. Du kannst diesen Weg jeden Tag gehen: Schreibe jeden Morgen, am besten direkt nach dem Aufstehen, drei DINA4 Seiten voll.

Schreibe gleich drauf los und lege den Stift nicht ab. Auch wenn dir nichts einfällt, schreibst du eben »Mir fällt nichts ein, die Übung nervt…« auf. Du schreibst diese drei Seiten nur für dich selbst und niemanden sonst. Sie brauchen keinen roten Faden haben oder geistreich oder tiefgründig sein. Es dürfen auch drei Seiten voller Kauderwelsch, Klagen und Selbstmitleid sein. Alles, was du jeden Morgen tust, ist drei Seiten zu schreiben, über alles, was dir in den Sinn kommt und dich beschäftigt.

Bei dieser Übung erlaubst du dir, den ganzen »Gedankenmüll« und emotionalen Ballast abzuladen, damit du mit einem befreiten Kopf und Herzen in den Tag starten kannst. Probiere es mal für mindestens eine Woche aus und schaue, was passiert.

 

3. Nutze das Tool BackXperience

Es klingt so banal einfach, doch es bewirkt wahre Wunder: denke dein Ziel oder Problem rückwärts. Wenn du nicht weiter weißt oder dir beim besten Willen nicht vorstellen kannst, wie du ein bestimmtes Projekt anfangen sollst, dann schreibe dir erstmal dein großes Ziel auf. Von dort aus gehst du rückwärts und überlegst dir, welches der wichtige Schritt vor diesem Ziel ist. Gehe dann immer weiter zurück, bis du zum allerersten Schritt kommst. Mit diesem Schritt fängst du an und hast nun eine Roadmap zu deinem Ziel.

 

4. Verlasse deine Komfortzone

Dich auf andere Pfade und neues Terrain zu begeben, muss nicht gleich bedeuten, dass du eine Abenteuer-Safari buchst oder Tiefseetauchen gehst. Bereits ein anderer Weg zur Arbeit oder eine veränderte Joggingstrecke können dir helfen, aus deinen alten Denkmustern auszubrechen, weil du deinem Organismus neue Reize und Stimuli anbietest.

Dein Gehirn wird erstmal von der Veränderung überrascht sein und dir vielleicht sogar ein Gefühl vermitteln, dass du auf dem »falschen« Weg bist. Diese Phase ist ganz normal, wenn du dich daran machst, deine alten Gewohnheiten zu ändern.

Mit der Zeit wird das Gehirn aber anfangen weitere neuronale Verbindungen aufzubauen, um die frischen Reizsituationen einzuordnen und zu verarbeiten. Diese neuen Verknüpfungen helfen dir wiederum dabei, spannende Ideen zu generieren.

 

5. Sorge für genug Pausen

Gib deinem Gehirn ab und zu Verschnaufpausen. Für deinen kreativen Muskel sind Entspannungsphasen wichtig, um wachsen zu können. Nutze diesen Leerlauf zum Tagträumen, spazieren gehen, in den Himmel schauen…Hauptsache dein Gehirn muss sich nicht konzentrieren oder schöpferisch tätig sein, damit es wieder aufladen kann.

Eine weitere tolle Möglichkeit zum Abschalten sind alle Routinetätigkeiten und repetitiven Handlungen, die man »nebenbei« machen kann, wie Kartoffeln schälen, putzen oder Gartenarbeit. Diese Momente sind für das Gehirn ein wahrer Segen, weil es sich währenddessen ausruhen oder Erlebtes verarbeiten kann.

 

6. Gehe zurück in deine Kindheit

Es liegt in der Natur des Menschen kreativ zu sein. Als Kinder waren wir alle unglaublich kreativ, ohne es zu wissen oder etwas Bestimmtes damit zu bezwecken. Und genau deshalb konnte das Geniale und Originelle sich frei entfalten. Erinnerst du dich noch, was für verrückte Welten du mit deinen Freunden ersponnen hast oder wie du dir mit einfachen Mitteln ein komplett neues Universum geschaffen hast?

Versetze dich nochmal in die kindliche Lage und nähere dich deinem Anliegen mit der Frage »Was wäre, wenn…?« Denke abenteuerlich, sinniere spielerisch, lass deine Impulse und Gedanken fließen, ohne sie gleich zu zensieren oder mit dem erwachsenen »Aber…« zu sezieren. Wenn deine Träume und Visionen genug Raum bekommen haben, kannst du immer noch schauen, welche deiner Ideen realistisch umzusetzen sind oder was du noch brauchst, um sie realistischer zu gestalten.

 

7. Nimm dich nicht zu ernst

Schon klar, solche Sätze sind leichter gesagt, als getan. Aber auch über sich selbst lachen oder humorvoll mit seinen Schwächen und Schwierigkeiten umgehen kann man trainieren. Wenn du mit deiner Ideensuche oder Zielumsetzung einfach nicht weiterkommst, lass es ruhig einmal bleiben oder mach etwas vermeintlich Verrücktes. Springe in die Luft, dreh dich im Kreis, steck dir den Finger ins Ohr. Tue alles, was dein Organismus in diesem Moment des Nachdenkens und nicht Weiterkommens nicht erwarten würde. So weckst du ihn wieder auf und es kann Raum für Neues entstehen. Brich aus deinen gewohnten Mustern aus und gehe erst dann wieder zurück zum Prozess, wenn du dich bereit dazu fühlst.

Auch hier helfen dir die Leerlauf-Aktivitäten fürs Gehirn weiter, die in Punkt 5 erwähnt wurden. Oft kommen die besten Ideen beim Radfahren, unter der Dusche oder beim Kochen. Gerade wenn du nicht aktiv über dein Problem nachdenkst, sondern deinem Körper und Geist eine Pause gönnst und sie neuen Stimuli aussetzt, hat dein Gehirn die Möglichkeit neue Verbindungen zu knüpfen.

 

Fang am besten gleich mit einem der Tipps an und mach etwas, was dein Geist jetzt am wenigstens von dir erwarten würde. Lass dich von dir selbst überraschen!

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Melde dich bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema gern bei uns.

Alexandra & Martin

 

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Deine Facetten – dein unerschöpfliches Potenzial

Deine Facetten – dein unerschöpfliches Potenzial

Deine Facetten – dein unerschöpf­liches Potenzial

Warum du deine vielfältigen Seiten und inneren Anteile entdecken solltest und wie du sie für dein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten entfalten kannst.

 

Du spürst in dir den Drang etwas in deinem Leben zu verändern? Aber so richtig weißt du noch nicht, wo deine Reise hingehen soll? Deine Mitmenschen scheinen alle genau zu wissen, was sie tun möchten, doch in deinem Kopf kämpfen viele Ideen und Interessen miteinander? Wie genau kannst du dann loslegen? Fang bei deinen schlummernden Facetten an! Denn du hast Glück: In der Lebens- und Arbeitswelt der Zukunft warten dabei viele spannende Möglichkeiten auf dich.

 

Vom funktionierenden Handlanger zum kreativen Mitgestalter

 

Die Arbeitswelt von heute befindet sich im Wandel. Von welcher Veränderung spreche ich? Dafür genügt ein kurzer Rückblick in die nahe Vergangenheit: Man machte seinen Schulabschluss, durchlief dann meist eine einzige Ausbildung und legte damit den Grundstein für eine Tätigkeit, welche sich dann bis zur Rente kaum veränderte. Natürlich konnte man auch aufsteigen oder den Arbeitgeber wechseln, was schon als waghalsiges Unternehmen galt. Aber die meisten Menschen blieben dabei in ihrem Arbeitsfeld und hätten nicht im Traum daran gedacht, noch weitere Interessen oder Ideen auszuprobieren. Es ergab einfach keinen Sinn, denn die Arbeitswelt im industriellen Zeitalter brauchte viele ausführende Hände in den Fabriken und nur einige wenige Vorgesetzte, die diese Abläufe koordinierten und planten, damit sie reibungslos verliefen. Für individuelle Ideen war da kein Platz.

Diese Vorstellung hat sich tief in unserer Kultur verankert und lebt bis heute fort, obwohl sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren dank der Digitalisierung und technischen Entwicklung stark verändert hat – und das ist erst der Anfang. Wir erleben den fundamentalen Wandel in eine Gesellschaft, in der Ideen, Kreativität und vielfältige Fähigkeiten die entscheidende Rolle spielen. Diese entwickeln wir am besten, indem wir uns in verschiedenen Feldern ausprobieren, durch viele Umwege das gesamte Terrain kennenlernen, und dabei unsere ganz eigenen Erfahrungen machen. Daraus wachsen neue Erkenntnisse, die wir für die Gestaltung unserer persönlichen und gesellschaftlichen Zukunft so dringend brauchen.

 

Vom eindimensionalen Spezialisten zum facettenreichen Lebenskünstler

 

Ich möchte dir gerne von meiner persönlichen Story erzählen. Als ich mein Abitur machte, war von dem gesellschaftlichen Wandel noch nicht viel zu spüren. Doch mein Drang möglichst vielen meiner Interessen nachzugehen und mich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren, war groß. Also stürzte ich mich hinein ins Feld der Möglichkeiten, studierte Sprachen und Film, machte Musik, schrieb Texte, organisierte Veranstaltungen und Workshops, arbeitete als Tonmann, Interviewer, in der Bildbearbeitung, im Einzelhandel, in einem Hostel oder als Assistent für Menschen mit Behinderungen. Dazu beschäftigte ich mich mit Politik, Psychologie, Ernährung oder Astronomie, reiste viel und kochte gern.

Dieser Ausschnitt zeigt ein Potpourri aus den unterschiedlichsten Feldern, die oberflächlich betrachtet nicht so recht zusammenpassen wollen. Und doch entspringen sie einem einzigen Menschen. Immer wieder hörte ich die alten Vorstellungen meiner Umwelt, von Familie, Kollegen und Bekannten, ob ich nicht mal bei einer Sache bleiben könnte, und was ich denn nun wirklich machen möchte. Damit regten sie auch die Zweifel in mir selbst an. Musste ich also die eine Sache finden, welche ich dann den Rest meines Lebens nicht mehr ändern durfte? Mir erschien das viel zu eindimensional und langweilig.

Mit den Jahren erkannte ich: Das hier ist mein Leben. Alle Dinge, die ich bisher ausprobiert und verfeinert hatte, wollten von selbst aus mir heraus. Deshalb habe ich sie mit Herzblut und Hingabe gestaltet, denn das ist der Schlüssel zum persönlichen Erfolg. Die verschiedenen Projekte, in denen ich meine eigenen Erfahrungen gemacht, neue Fähigkeiten erlernt und meine Potenziale entfaltet habe, fügten sich wie die einzelnen Teile eines Puzzles zu einem großen Bild zusammen – mein individuelles, facettenreiches Leben. Und das kann ich in jedes neue Projekt einbringen, wie kein anderer. Je umfangreicher und vielschichtiger mein persönlicher Background ist, desto mehr kreative und unkonventionelle Ansätze kann ich beisteuern.

 

Vom einsamen Einzelkämpfer zum ganzheitlichen Wegbegleiter

 

Jetzt stell dir vor, was entstehen kann, wenn mehrere Menschen mit all ihren entwickelten Facetten zusammenkommen und ein Team bilden. Ganz gleich, ob als Selbständige oder Angestellte, ob in kreativen, geistigen oder technischen Bereichen: Wenn sie sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit, und nicht nur einem kleinen Anteil davon einbringen können – all ihre individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten und Talente einfließen lassen, um gemeinsam etwas Neues zu erschaffen. Daraus kann etwas Großartiges und Einzigartiges entstehen, das nicht nur für das Team einen tiefen Sinn stiftet, sondern auch gesellschaftlich wirkt.

Ist solch ein ganzheitliches Arbeiten dann noch eine klassische Lohnarbeit? Wenn du deine eigenen Träume und Interessen ausleben kannst? Wenn du deine vielfältigen Facetten einbringen und dich ausprobieren kannst? Wenn du dich so zeigen kannst, wie du bist, dann brauchst du auch keine einengende »professionelle Maske« mehr, wie Frederic Laloux es in seinem Buch »Reinventing Organizations« * nennt. So können sich deine persönlichen Talente und Wünsche mit deinen beruflichen Zielen verbinden und eine authentische Einheit bilden – zu deinem ganzheitlichen Leben.

 

Entfalte deinen persönlichen Facetten in 7 Schritten: Mit dem WorkPlay-Facettenkreis

 

Um herauszufinden, wie sehr du deine eigenen Facetten im Alltag auslebst oder wo ein Teil von dir bisher zu kurz kommt, kannst du deine wichtigsten Aspekte in einem Facettenkreis visualisieren. Wir haben hier die Schritte für dich zusammengefasst. Diese sind inspiriert aus dem Buch von Julia Cameron „Der Weg des Künstlers“.

1. Schreibe alle Facetten bzw. Aktivitäten auf, die dir Freude bereiten, dir Spaß machen, die du immer schon mal machen wolltest… Lass deiner Kreativität und deinen Ideen freien Lauf und begrenze dich nicht. Hier findest du einige Beispiele: Salsa tanzen, Artikel schreiben, kochen, reisen oder allgemeinere Aspekte wie Körperlichkeit, Kreativität, Entspannung… schreib alles auf, was für dich wichtig ist, egal wie klein oder groß diese Facette zunächst wirken mag. Es spielt keine Rolle, inwiefern du diese Anteile schon auslebst. Wie viele hast du aufgeschrieben? Suche dir für den Anfang ca. 5-6 Dinge heraus, die dich am meisten ansprechen.

2. Male nun einen großen Kreis auf ein DINA4 oder DINA3 Papier.

3. Unterteile den Kreis in die Anzahl Kuchenstücke deiner Facetten bzw. Aktivitäten aus Schritt 1 und gebe ihnen Titel (für den Anfang max. 5-6).

4. Jetzt schaust du zu jedem Stück, wie sehr du diesen Teil bisher auslebst. Nimmt er viel Platz in deinem Alltag ein? Gehst du ihm regelmäßig nach, nur selten oder noch gar nicht? Setze nun einen Punkt in das Kuchenstück: nah zum Mittelpunkt, wenn du diese Facette bisher kaum bis gar nicht ausgelebt hast und näher zum äußeren Kreis, je stärker und öfter sie in deinem Leben Platz findet.

5. Nun verbindest du alle Punkte miteinander. Meistens entsteht dadurch eine Form mit vielen Kanten und Ecken. Nun siehst du, welche Anteile in dir stärker genährt werden wollen.

6. Welche Facette möchtest du als Erstes angehen? Du kannst dir dann überlegen, mit welchen kleinen Handlungen du sie zum Erblühen bringen kannst. Wie lautet dein erster Schritt?

7. Sobald du eine Facette mehr auslebst, kannst du den Punkt, den du in Schritt 3 gezeichnet hast, mehr zum äußeren Rand verschieben. Je runder der Facettenkreis, desto näher kommst du der Verwirklichung all deiner Facetten.

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Melde dich bei Fragen oder Anregungen zu dem Thema gern bei uns.

Alexandra & Martin

(Die persönlichen Erfahrungen in diesem Artikel kommen von Martin.)

 

Wenn du deine Facetten spielerisch entdecken möchtest, schau dir gern unseren WORKSHOP an.

Du willst mehr erfahren über New Work oder die Übungen von Julia Cameron?

Hier geht’s zum Buch von Frederic Laloux »Reinventing Organizations« *

Hier geht’s zum Buch von Julia Cameron »Der Weg des Künstlers« *

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